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Ein Abend mit Dieter Kosslick, dem Festivaldirektor der Berlinale, an dem er über sein Leben als Filmmensch erzählt, uns aber vor allen Dingen auch Einblicke in das Leben "hinter den Kulissen", fernab des Berlinale-Trubels gewährt. Christine Deggau wird uns am 5. Juni diesen interessanten Menschen näher vorstellen.
Seit Mai 2001 stehen die Internationalen Filmfestspiele Berlin unter der künstlerischen und organisatorischen Verantwortung von Dieter Kosslick. Geboren am 30. Mai 1948 in Pforzheim, studierte Kosslick in München Kommunikationswissenschaften, Politik und Pädagogik. Nach seinem Magisterexamen blieb er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Isarmetropole, ehe er 1979 nach Hamburg zog, um als Redenschreiber und Büroleiter des ersten Bürgermeisters Hans Ulrich Klose zu fungieren. Später arbeitete er als Pressesprecher der Leitstelle für die Gleichstellung der Frau. Von dort ging Dieter Kosslick 1982 als Redakteur zur Zeitschrift "KONKRET". 1983 begann seine Tätigkeit in der Filmförderung, zuerst als Geschäftsführer der kulturellen Filmförderung Hamburg (Hamburger Filmbüro). 1986 gründete er dort das Europäische Low Budget Forum mit dem Kino auf der Alster. 1988 wurde er Geschäftsführer der wirtschaftlichen Filmförderung der Hansestadt (Film Fonds Hamburg) und im selben Jahr als Mitbegründer von EFDO (European Film Distribution Office) Präsident dieser europäischen Verleih-Organisation, des späteren MEDIA-Programms der Europäischen Gemeinschaft - ein Amt, das er neben seiner Geschäftsführertätigkeit bis zur Auflösung der EFDO 1996 innehatte. 1992 holten das Land Nordrhein-Westfalen und der WDR Dieter Kosslick an den Rhein, um dort als Geschäftsführer die Leitung der gerade ein Jahr alten Filmstiftung NRW zu übernehmen. In den neun Jahren seiner Arbeit an Rhein und Ruhr wurde Nordrhein-Westfalen Spitzenreiter der deutschen Filmstandorte und hat sich auch international als bedeutendes Filmland etabliert. Im Jahr 2000 wurde Dieter Kosslick vom Land Berlin und der Bundesregierung berufen, die Leitung der Internationalen Filmfestspiele Berlin zu übernehmen. Am 1. Mai 2001 hat er seine neue Aufgabe als Direktor der Berlinale aufgenommen, eines der weltweit bedeutendsten Filmfestivals. Dieter Kosslicks vielfaches Engagement für Film und Kultur wurde auch durch zahlreiche Preise und Ehrenauszeichnungen gewürdigt. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Ordens "Chevalier des Arts et des Lettres". Ferner wurde Kosslick mit dem "Schwarzkopf-Europa-Preis" der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung für den Europäer des Jahres 2006 ausgezeichnet. Speziell für seine Initiative, Film, Kochkunst und Ernährungspolitik thematisch zu verknüpfen, erhielt er 2006 den Eckart-Witzigmann-Preis. Seit 2008 ist er zudem Honorarprofessor an der Hochschule für Film- und Fernsehen Konrad Wolf in Babelsberg. In Kassel geboren arbeitete Christine Deggau nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte als freie Journalistin für Tageszeitungen und TV-Sender. 1992 wechselte sie zu VOX nach Köln und machte drei Jahre später Fernsehen für Frauen bei TM3. Ihre cineastische Leidenschaft führte sie schließlich nach Berlin und zum SFB. Seit 1997 stand Christine Deggau u.A. für "Muwie" im SFB und später im RBB vor der Kamera und für "RadioKULTUR" am Mikrofon. Neugierde wecken für die kulturelle Vielfalt der Region war für Christine Deggau oberstes Gebot als sie zum Kulturmagazin "Stilbruch" beim RBB wechselte. Im Anschluß an die Gesprächsrunde können, ja sollen noch Fragen an die Protagonisten auf der Bühne gestellt werden. Beginn der jeweiligen Veranstaltung ist 20:00 Uhr, Einlaß ab 19:30 Uhr. Karten sind zum Preis von 5,00 Euro im Café Einstein Stammhaus in der Kurfürstenstraße 58, 10785 Berlin erhältlich. Telefonisch (030 - 263 91 917) oder per Email (
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) reservierte Karten werden bis 18:30 Uhr des Veranstaltungstages vorgehalten. |